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Die drei Vorgängerbauten der Johannes-der-Täufer-Kirche

Seit Jahrhunderten prägt unsere Johannes-der-Täufer-Kirche mit ihrem weithin sichtbaren, schiefergedeckten Turm das Uetzer Ortsbild. Schon seit dem Mittelalter steht an dieser Stelle im Zentrum des Ortes eine Kirche. Vor dem Bau der heutigen Johannes-der-Täufer-Kirche, die 1867 durch Conrad Wilhelm Hase fertiggestellt wurde, standen an gleicher Stelle mindestens drei Vorgängerbauten:

Die Mittelalterliche Kapelle

Über die mittelalterliche Kapelle, die erstmals 1289 in einer Urkunde genannt wird, aber zu diesem Zeitpunkt schon eine unbestimmte Zeit gestanden haben dürfte, gibt es weder Abbildungen noch Beschreibungen.

Die Nachreformatorische Kirche

Das genaue Baujahr dieser Kirche ist nicht überliefert. Bekannt ist nur das Baujahr des Kirchturms im Jahr 1618. Die einzige Abbildung dieses Vorgängerbaus liefert uns der Uetzer Merianstich von 1654. Eine kurze Beschreibung aus dem Jahr 1734 von Pastor Christiani zeigt, dass die Kirche zu diesem Zeitpunkt bereits zu klein für die gewachsene Gemeinde und schon recht baufällig war. Christianis Wunsch nach einer größeren Kirche wurde jedoch erst über hundert Jahre später umgesetzt:

Die niedergebrannte Kirche
von Ludwig Hellner

Unter der Leitung des Konsistorialbaumeisters Friedrich August Ludwig Hellner wurde die kleine, baufällige Kirche abgetragen und durch eine größere Kirche ersetzt, die bereits 26 Jahre nach ihrer Fertigstellung den Flammen des großen Uetzer Brandes zum Opfer fiel. Die Bruchsteinmauern unserer heutigen Kirche sind die sichtbaren Reste dieses Vorgängerbaus. Das bekannte Gemälde von der ausgebrannten Kirche während des Besuchs des Königs Georg V sowie eine detaillierte Beschreibung der Kirche durch den damaligen Uetzer Pastor Schreiber sind die wichtigsten Zeugnisse dieses Gebäudes.