Geschichte unsere Kirchengemeinde im Überblick

1289: Erstmalig wird auch eine Kapelle in Uetze urkundlich erwähnt.

1313: Zum ersten Mal wird am 21. Dezember 1313 das Patrozinium der Kirche, „St. Johannes der Täufer“, in einer Urkunde genannt. Ein Leibeigener („famulus Johannes de Stedere“) verkauft der Uetzer Kirche „St. Johannis baptiste" seinen Hof.

vor 1534: Unter Fürst Ernst dem Bekenner wird ab 1527 im Fürstentum Lüneburg noch zu Lebzeiten Martin Luthers die Reformation. durchgeführt. Der erste evangelische Pastor in Uetze ist Stephan Günther.

1618: Zu Beginn des 30-jährigen Krieges bekommt die Uetzer Kirche einen neuen Kirchturm aus Stein.

1650: Der Gutsherr vom Junkernhof und Patron der Kirche, Friedrich von Lüneburg, stiftet der Kirche zwei Jahre nach dem Ende des 30-järigen Krieges eine kleine Orgel mit überwiegend hölzernen Pfeifen.

1734: Pastor Christiani zählt im Corpus Bonorum neben Uetze auch Abbeile, Benrode, Catensen, Dahrenhorst, Wackerwinkel und Kötjemühle (1 Mühle) als zur Pfarre zugehörige Orte auf. Im gleichen Register gibt Christiani an, dass die Kirche baufällig und zu klein für die Gemeinde ist: 64 Fuß lang und 27,5 Fuß breit.

1826: An der Feldstraße (heute Nordmannstraße) wird ein neuer Friedhof angelegt, der den alten Friedhof rund um die Kirche ersetzt.

1863: Dem großen Uetzer Brand am 21. April 1863 fällt auch die erst 26 Jahre zuvor neu errichtete Kirche und die umliegenden kirchlichen Gebäude zum Opfer.

1863 - 1867: Nach Plänen des Konsistorialbaumeisters Conrad Wilhelm Hase wird die zerstörte Kirche wieder aufgebaut und durch neugotische Backsteinelemente erweitert. Sie wird 1867 durch den Superintendenten aus Sievershausen, der bis 1867 auch für die Uetzer Kirchengemeinde zuständig war, feierlich geweiht.

1868: Auch die anderen kirchlichen Gebäude - Pfarrhaus, Küsterhaus, Pfarrscheune und Schule - sind nach Plänen von Conrad Wilhelm Hase im für ihn typischen neogotischen Stil fertiggestellt.

1868: Die Kirchengemeinde Uetze wechselt vom Kirchenkreis Sievershausen zum Kirchenkreis Burgdorf.

1909 - 1910: In die bisherige Pfarrscheune werden zwei Gemeindesäle für insgesamt 3032,50 Mark eingebaut.

1911: Die Kirchengemeinde erwirbt 20 Morgen Land für 525 Mark zur Anlage eines neuen Friedhofs außerhalb des Dorfes.

1924: Die Kirche erhält am 18.3.1924 zwei neue Glocken, nachdem die große Glocke im ersten Weltkrieg abgegeben werden musste. Die verbliebene kleine Glocke wird 7 Jahre später in der neuen Friedhofskapelle eingebaut.

1931: Auf dem neuen Friedhof wird die Friedhofskapelle erbaut. In der Mitte des Daches befindet sich zunächst ein kleiner Glockenturm, in dem bis zum 2. Weltkrieg die alte Kirchenglocke ihren Dienst tat, die der Kirchengemeinde im ersten Weltkrieg verblieben war.

1965: Der Kirchenvorstand beschließt, der Kirchengemeinde wieder den aus dem Mittelalter überlieferten Namen 'Johannes der Täufer' zu geben, der nach der Reformation in Vergessenheit geraten war. Pastor Gelin hatte den alten Namen im Zuge der Kirchenrenovierung 1963 in einer Urkunde aus dem Jahr 1313 entdeckt und die Namensgebung veranlasst.1

1966 - 1967: In Katensen wird die Michaeliskirche gebaut und am Michaelistag feierlich eingeweiht.

1968: Die Orgel wird von der Firma Hillebrand aus Altwarmbüchen saniert.

1970: Die alte Pfarrscheune wird zu einem Gemeindehaus mit großem Gemeindesaal umgebaut.

2007: Unter der Schirmherrschaft des Ehepaars Radtke wird am 2.12.2007 der Förderverein 'Kirche gestalten, Gebäude erhalten' gegründet, um die Unterhaltung der kirchlichen Gebäude unserer Kirchengemeinde zu unterstützen.

2019: Das historische Gemeindehaus von Conrad Wilhelm Hase wird abgerissen, um Platz für das neue Kirchenzentrum zu schaffen.

Quellen:
(Quellen)